Mitten im Leben: Zeit des Wechsels

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Früher oder später kommen sie auf jede Frau zu: Die Wechseljahre markieren vielfältige Veränderungen im Körper, in der Seele und in den Lebensumständen: Bei Frauen wird der Beginn der zweiten Lebenshälfte entscheidend von körperlichen und seelischen Veränderungen geprägt. Die Wechseljahre sind eine unausweichliche natürliche Entwicklung für alle Frauen zwischen 45 und 54 Jahren und gehen grundsätzlich mit hormonellen Veränderung einher. Zeitgleich erleben Frauen in diesem Alter aber auch häufig unterschiedlich tiefgreifende Veränderungen im Sozialen und Familienleben.

Veränderung im Körper: Bereits ab dem 40. Lebensjahr durchläuft der weibliche Körper einen in der Regel langsamen langwierigen Veränderungsprozess, der von Beschwerden begleitet sein kann. Knapp 70% aller Frauen der Altersgruppe um 50 Jahre leiden unter dem sogenannten klimakterischen Syndrom: Symptome sind hierbei oftmals Nervosität und Reizbarkeit, Erschöpfung, Abgeschlagenheit und Leistungsabfall, Hitzewallungen oder Schweißausbrüche sowie Unlust und depressive Verstimmungen. Hinzu kommen oft auch Schlafstörungen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Herzbeschwerden, Darmträgheit und Gewichtszunahme. Aber die typischen Beschwerden der Wechseljahre sind nicht allein das Ergebnis der Umstellung, die schließlich den vorbestehenden hormonellen Zyklus einstellt und weitergehende Störungen verursachen kann. Auch durch zahlreiche biochemische Veränderungen und Änderungen im Hirnstoffwechsel sowie durch psychosoziale Faktoren kommt oftmals das seelische Gleichgewicht aus den Fugen. Viele Frauen unterliegen dann Stimmungsschwankungen, Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Andere weinen schnell oder werden vermeintlich grundlos von Angstgefühlen geplagt. In schweren Fällen liegt eine behandlungsbedürftige Depression vor.

Veränderung im Alltag: Oft haben auch die äußeren Lebensumstände einen Anteil daran. Private und berufliche Umbrüche vollziehen sich dann gerade während der Wechseljahre und führen zu großen Belastungen. Während manche Frauen den Auszug der Kinder als Erleichterung empfinden, erleben andere Frauen dabei Verlustängste und müssen sich mit der neuen Rollenverteilung, z.B. für Enkelbetreuung zuständig zu sein, auseinandersetzen. Gleichzeitig stemmen sie durch die steigende Lebenserwartung oft noch die Pflege für ihre eigenen Eltern. Dabei treten dann vielfach Probleme in der Partnerschaft und Brüche im Arbeitsleben auf.

Neue Rolle als Frau: So ist diese Lebensphase geprägt durch eine Suche nach neuer Orientierung im Alltag und neuen Zielen. Dies alles verändert die Eigenwahrnehmung. Selbstbild, Partnerschaft, Sexualität und Lebensgewohnheiten werden davon beeinflusst. Mitunter bedeutet das Gefühl, in die zweite Lebenshälfte einzutreten einen hohen Leidensdruck. Die Rolle als Frau und Partnerin sowie die in der Familie und im Sozialumfeld muss neu definiert werden. Depressive Verstimmungen können die Folge sein. Nicht alle Frauen sind betroffen. Manche fühlen sich antriebslos, ihre Lebensfreude und ihre Interessen nehmen ab, gleichzeitig kommen viele neue Fragen auf, es wird auch bilanziert.

Ein natürlicher Prozess: Die Wechseljahre sind eine Lebensphase, die man zwar medikamentös und hormonell hinauszögern, aber letztendlich nicht verhindern kann. Jede Frau erlebt diese Phase je nach geistiger und körperlicher Verfassung und Aktivität unterschiedlich, aber manchmal sind die Beschwerden ohne Therapie nicht zu lindern. Betroffene Frauen sollten sich an einen professionellen Gesprächspartner wenden, der sich Zeit für sie nimmt.

Ärztliche Abklärung: In jedem Fall ist bei Frauen mit auftretenden Beschwerden in den Wechseljahren eine fachübergreifende ärztliche Abklärung sinnvoll. Zunächst sind differenzialdiagnostisch pathologische körperliche Ursachen auszuschließen, wie z.B. Stoffwechselerkrankungen (z. B. der Schilddrüse), gynäkologische Erkrankungen, Herz-/Kreislauferkrankungen, Osteoporose u. ä.. Psychiatrisch sollte dann eine behandlungsbedürftige Depression im weiteren Verlauf erwogen oder ausgeschlossen werden. Das Sigma-Zentrum Bad Säckingen kooperiert hierzu sowohl unter psychiatrischer wie auch unter allgemeinärztlich-internistischer Steuerung mit einem interdisziplinären Netzwerk von Spezialisten aller in Frage kommenden Fachrichtungen, um betroffenen Frauen eine ganzheitliche und individuelle Diagnostik und Behandlung zu bieten.

Eine frühzeitige Intervention nach Ausschluss schwerwiegender Erkrankungen gibt nicht nur ein Gefühl der Sicherheit, sondern ermöglicht auch schnelle und effektive Hilfe.

Im Sigma-Früherkennungszentrum können Sie sich privat und ganz diskret beraten lassen, wie Sie Ausdauer und innere Balance wiedergewinnen können, welche Bewältigungsstrategien Sie anwenden und wie Sie mit emotionalen Problemen umgehen können. Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Psychologen und Therapeuten berät Sie umfassend und klärt medizinisch Differenzialdiagnosen ab. Ganz individuell unterstützen wir Sie in allen Fragen der bio-psycho-sozialen Gesunderhaltung. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Balance von Körper, Geist und Seele!

Diagnostik und Beratung

  • Psychologische Testdiagnostik
  • Gründliche psychiatrische sowie allgemeinärztlich-internistische Untersuchung
  • Durchführung einer Blutuntersuchung mit dem Schwerpunkt Stoffwechsel und Hormone
  • ggf. Veranlassung ergänzender fachärztlicher oder gynäkologischer Untersuchungen, z. B. alterskorrelierte Einschätzung von körperlicher und mentaler Fitness
  • Bestimmung der Herzratenvariabilität (sog. Lebensfeueranalyse)
  • Psychologische Testdiagnostik
  • Anamnese und Beratung zu individuellen Lebensumständen

Therapieangebot nach Bedarf

  • Erstellung eines interdisziplinären Behandlungskonzeptes, ggf. auch auf medikamentöser Basis
  • Gesprächstherapie
  • Psychologische Lebensstilberatung
  • Sozialmedizinische und systemische Beratung
  • Stressbewältigung und Burnout-Prophylaxe
  • Paarberatung und Familienmedizin
  • Biofeedback, Ernährungs- und Bewegungscoaching
  • Therapeutische Beratung bei problematischen Lebensgewohnheiten
  • Multimodale fachtherapeutische Behandlungen für Körper und Seele
  • Schmerzpsychotherapie (z.B. bei Kopfschmerzen oder Restless legs)
  • Autogenes Training oder progressive Muskelrelaxation
  • Meditationen, Bodyscan, Achtsamkeitsübungen

Bei Bedarf arbeitet das Früherkennungszentrum gemeinsam mit den bewährten Teams des Sigma-Zentrums individuelle methodenintegrative Therapien aus. Mit seinem ganzheitlichen Konzept bietet Ihnen das Sigma-Früherkennungszentrum ein umfassendes Angebot für die Statuserhebung von Körper, Geist und Seele – damit Sie sich Gesundheit und Lebenskraft auch in der Lebensmitte und im Alter nachhaltig sichern.

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